In meiner ersten Woche war bereits viel los, denn es fand nicht nur eine Autorenlesung statt, sondern auch noch gleichzeitig die offzielle Bücherschenkung von der österreichischen Botschaft an die Deutsche Bibliothek. Die neuen Bücher waren bei den Besuchern der Autorenlesung sehr beliebt, so dass gleich die ersten ausgeliehen wurden.

Der österreichische Autor Andreas Jungwirth präsentierte am Dienstagabend sein Buch „Schwebezustand“ und las einige Seiten daraus vor. Zudem erzählte er mehr über seine Schreibworkshops mit Jugendlichen sowie seinem eigenen Werdegang und die Zusammenarbeit mit seinem Verlag.

Aber auch wenn keine Veranstaltung in der Bibliothek stattfindet, gibt es einiges zutun.
Eine wichtige Zielgruppe für die Bibliothek sind die Schulen, in denen Deutschunterricht stattfindet. Es werden für die Schulklassen nicht nur Führungen angeboten, sondern auch Bücherpakete, die extra auf die Wünsche bzw den Lehrplan des Lehrers zugeschnitten sind. So können die Klassen z.B. verschiedene Übersetzungen vergleichen, Vorträge über die Bücher halten oder schlichtweg damit lesen üben.
Diese Schulen müssen allerdings erst von den anderen Schulen, die zwar Deutschunterricht anbieten aber derzeit keine aktiven Deutschklassen haben, herausgefiltert werden. Anschließend müssen die Adressen und die jeweiligen Deutschlehrer recherchiert werden, bevor die Angebote der Deutschen Bibliothek an sie geschickt werden können.
Neben den Schulen interessiert sich auch die Universität Helsinki für die Deutsche Bibliothek. Jedes Jahr gibt es einen Germanistik-Studiengang. Die Studenten sieht man vor allem jetzt zu Beginn des Semesters für Einführungen oder Suchaufträge zwischen den Bücherreihen.
Natürlich unternehme ich auch außerhalb der Arbeit viel in Helsinki:
Am Wochenende kam schon mein erster Besuch aus Deutschland. Für uns hieß es dann: Ab in die Natur! Denn trotz schlechter Wettervorhersage machten wir uns auf in den Nuuksio Nationalpark.
Der Nuuksio Nationalpark ist einer der kleinsten Nationalparks in Finnland, dafür aber auch einer von denen, die Helsinki am nächsten liegen. Die verschiedenen Wanderwege sind mit Farben gekennzeichnet. Ich kann einen Besuch in den Wäldern des National Parks nur empfehlen!


Unter der Woche besuchten wir dann die Hauptattraktionen von Helsinki. Am beeindruckensten war wohl die Festungsinsel Suomenlinna.
Auf den insgesamt sechs miteinander verbundenen Inseln leben ca 800 bis 900 Einwohner. Es gibt ein Krankenhaus, eine Feuerwehr, eine Grundschule und natürliche jede Menge Wanderwege und Sehenswürdigkeiten für uns Touristen.
Damit sind auch schon die ersten beiden Wochen meines Aufenthalts um. Bisher waren meine Tage hier sehr aufregend. Ich bin schon gespannt auf die nächsten Wochen.